Keller entrümpeln: Wann Brandschutz zum Problem wird
Gerümpel im Keller ist mehr als ein Platzproblem: Wann Lagergut zur Brandgefahr wird, was in Fluchtwegen nichts zu suchen hat und was Vermieter verlangen dürfen.
Kurz gesagt: Im eigenen Kellerabteil dürfen Sie vieles lagern – aber nicht alles. Kellerflure müssen frei bleiben, Gasflaschen haben im Keller nichts zu suchen, und Kraftstoffe oder Chemikalien gehören nicht neben den Sperrmüll. Wer dagegen verstößt, riskiert Ärger mit Vermieter, Behörden und im Brandfall auch mit der Versicherung.
Alte Möbel, ausgediente Elektrogeräte, Winterreifen, Kartons vom letzten Umzug – in vielen Kellern in Mönchengladbach sammelt sich über Jahre einiges an. Meistens ist das nur unpraktisch. Manchmal wird es aber gefährlich.
Warum der Kellergang immer frei sein muss
Kellerflure sind im Ernstfall Fluchtweg für die Bewohner und Zugang für die Feuerwehr. Die Landesbauordnung NRW verlangt, dass Rettungswege frei bleiben – und praktisch jede Hausordnung auch.
Schon ein abgestellter Sessel, ein Fahrrad oder ein Kartonstapel im Gang kann:
- im Brand den Weg versperren und Feuer zusätzlich Nahrung geben,
- zu einer Abmahnung oder Räumungsaufforderung durch Vermieter oder Hausverwaltung führen,
- bei Kontrollen als Ordnungswidrigkeit gelten.
Was gehört nicht in den Keller?
Einige Dinge sind im Keller nicht nur unpraktisch, sondern ein echtes Risiko. Die wichtigsten im Überblick:
| Was | Warum es gefährlich ist | Besser so |
|---|---|---|
| Gasflaschen (Propan, Butan) | Flüssiggas ist schwerer als Luft. Bei einem Leck sammelt es sich am Boden und kann sich entzünden. In Kellerräumen ist die Lagerung deshalb nicht erlaubt. | Im Freien oder in einem gut belüfteten Raum über der Erde lagern. |
| Benzin, Diesel, Kanister | Die Dämpfe brennen leicht und breiten sich unbemerkt aus. | Nicht im Keller aufbewahren. Reste beim Schadstoffmobil abgeben. |
| Lacke, Verdünner, Spraydosen | Brennbar. Spraydosen können bei Hitze platzen. | Reste zum Schadstoffmobil oder Wertstoffhof bringen. |
| Akkus von E-Bike und Werkzeug | Beschädigte oder überladene Lithium-Akkus können sich selbst entzünden. | Nicht unbeaufsichtigt im Keller laden. Defekte Akkus beim Händler oder Wertstoffhof abgeben. |
| Papier- und Kartonberge | Viel Brennmaterial auf engem Raum. Ein Feuer breitet sich darin sehr schnell aus. | Regelmäßig zum Altpapier bringen, den Rest in geschlossenen Kisten lagern. |
| Alte Elektrogeräte | Defekte Geräte können einen Kurzschluss verursachen. Kühlgeräte enthalten Kältemittel. | Beim Wertstoffhof abgeben oder bei einer Entrümpelung mitnehmen lassen. |
Was darf in den Keller?
In Ihr eigenes Kellerabteil dürfen ganz normale Dinge: Möbel, Kisten, Werkzeug, Winterreifen, Saisonkleidung oder Vorräte. Wichtig ist, dass sie in Ihrem Abteil stehen und nicht im Gang. Drei einfache Regeln helfen:
- Regale statt Stapel. So bleibt alles erreichbar, und nichts kippt in den Gang.
- Abstand zur Heizung und zu Leitungen. Brennbares gehört nicht direkt daneben.
- Zähler und Haupthähne frei lassen. Wasserhahn, Gaszähler und Sicherungskasten müssen im Notfall sofort erreichbar sein.
Wann wird es teuer?
Wer den Kellergang zustellt oder Gefährliches lagert, bekommt meist zuerst Post vom Vermieter oder der Hausverwaltung: eine Abmahnung und die Aufforderung, den Gang zu räumen. Sind Rettungswege versperrt, kann auch die Behörde ein Bußgeld verhängen. Am teuersten wird es nach einem Brand. Hat jemand gegen Vorschriften gelagert, kann die Versicherung ihre Leistung kürzen.
Sperrmüll im Keller: so werden Sie ihn los
Einzelne Möbelstücke können Sie in Mönchengladbach beim städtischen Entsorger (mags) als Sperrmüll anmelden. Das dauert aber oft einige Wochen, und tragen müssen Sie selbst.
Ist der Keller richtig voll, geht es schneller mit einer Kellerentrümpelung. Wird gleich das ganze Haus geräumt, ist es eine Haushaltsauflösung. Wir sehen uns den Keller kostenlos an, nennen Ihnen einen festen Preis und räumen alles an einem Termin aus. Gasflaschen, Farben und Akkus trennen wir vom übrigen Müll und bringen sie dorthin, wo sie hingehören. Am Ende ist der Keller besenrein.
Kurz zusammengefasst
- Der Kellergang ist Fluchtweg und muss immer frei bleiben.
- Gasflaschen, Benzin, Lacke und kaputte Akkus gehören nicht in den Keller.
- Im eigenen Abteil ist normales Lagergut erlaubt, am besten in Regalen.
- Zähler, Haupthähne und Sicherungen müssen erreichbar sein.
- Wird es zu viel, hilft eine Kellerentrümpelung mit festem Preis.